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Hoffnungslicht

Meine Oma hat immer gesagt „Not macht erfinderisch.“ Als Kind habe ich das oft einfach hingenommen und es als Lob für meine kreative Problemlösung gewertet.

Vor ein paar Tagen musste ich an diesen Spruch denken. Mir ist bewusst geworden, dass ich nie in meinem Leben eine „richtige“ Not erlebt habe. Und wie so oft, wenn einem etwas auffällt, habe ich plötzlich überall kreative Lösungen entdecken können.

Die Gemeindereferentin Eva Müller, einige kennen sie aus der Jugendarbeit in Lüdenscheid, hat mir von einer tollen Aktion erzählt, die ich gerne mit euch und ihnen teilen möchte.

Über Facebook wird jeden Abend um 19:00Uhr dazu aufgerufen, eine Kerze anzuzünden und gemeinsam zu beten. Erst ein Vater Unser und im Anschluss zum Beispiel ein Gebet mit Impulsen, die die Seelsorger*innen der Pfarrei St. Joseph Gelsenkirchen in ihrem Herzen bewegen.

Durch das Licht, als bekanntes Zeichen von Jesu Anwesenheit in der Welt, soll die Verbundenheit zu anderen Gläubigen ausgedrückt werden. Es ist ein kleines, stilles Symbol, das einen besonderen Rahmen für unsere Sorgen, Bitten und unseren Dank schafft.

Wenn Sie heute Abend die Zeit finden, zünden Sie doch auch um 19:00Uhr eine Kerze an und beten Sie das Vater Unser und folgendes Gebet:

Herr,
vieles ist anders in diesen Tagen der Vorbereitung auf Ostern. Wir können uns nicht mehr mit lieben Menschen treffen, sind viel alleine. Wir verzichten in dieser Fastenzeit auf existenzielle Dinge, wie menschliche Nähe und Umarmungen. Hilf uns ganz besonders jetzt, den Menschen anders nah zu sein, den Kontakt zu halten, füreinander zu sorgen und uns dabei gegenseitig zu schützen. Schenke du uns dabei schon heute dein österliches Licht der Liebe.
Amen

Eva Müller